Was kann cadaver

Cadaver ist ein schlanker Unix/Linux WebDav Client für die Kommandozeile. Das Programm unterstützt Upload, Download, namespace Operationen (move/copy), Entwurf und Entfernung von Collections (Ordner) und locking Operationen. In Kombination mit less können Textdateien sogar direkt geöffnet und bearbeitet werden. Mit Hilfe des Treibers davfs kann man Freigaben auch direkt als Laufwerk mounten.[Quelle]
Details zum Programm und zu WebDAV und wie man mit den üblichen Bordwerkzeugen (Konqueror, Nautilus) eine WebDAV-Verbindung herstellt, habe ich schon in einen früheren Artikel schon kurz angerissen.
Wie so oft unter (X)Ubuntu, gibt es auch bei cadaver lizenzrechtliche Einschränkungen. Das Programm kommt ohne SSL-Unterstützung daher. Wenn also zu einen WebDAV-Server eine Verbindung via SSL (https) erforderlich oder gewünscht ist, kann man die 3-Klick-Installation mit Synaptik vergessen und Handarbeit ist angesagt.
Die folgende Anleitung, wenn ich das überhaupt so nennen darf, erhebt keinen Anspruch auf Richtigkeit und schildert den Vorgang so wie ich glaube, dass es richtig ist ![]()
Berichtigungen sind gerne gesehen und werden, natürlich mit Backlink, in den Artikel übernommen.
Installation
Bleibt also nur die aktuelle Version herunter zu laden und selbst zu kompilieren. Meine Premiere! Daher ist vielleicht sicher nicht alles ganz sauber und korrekt, aber es funktioniert. Ich möchte hier nicht die 1001. Anleitung des sogar mir bekannten Linux-Dreisprung ./configure, make und make install runter beten sondern nur die Abweichungen von der Norm:
- Gleich zu Beginn kommt immer eine Fehlermeldung, dass das Kommando ./configure nicht gefunden wird und auch kein Verzeichnis ist, oder so ähnlich?!? Zum Glück fand ich in der INSTALL.txt :
`cd’ to the directory containing the package’s source code and type `./configure’ to configure the package for your system. If you’re using `csh’ on an old version of System V, you might need to type`sh ./configure’ instead to prevent `csh’ from trying to execute`configure’ itself.
- Unter Ubuntu wird die Verwendung von checkinstall statt make install empfohlen. Das hat den Vorteil, dass dadurch eine saubere und einfache Deinstallation ermöglicht wird.
Abhängigkeiten und SSL-Unterstützung
Abhängigkeiten
Faule und/oder Unwissende wie ich erleichtern sich die Sache indem sie zuerst die ‘normale’ Version aus den Paketquellen mit Synaptik installieren. Damit entfallen diverse Fehlermeldungen beim folgenden Kompilieren (siehe auch http://packages.ubuntu.com/feisty/web/cadaver).
OpenSSL Support
Dafür sind die Pakete libssl und libssl-dev erforderlich. Warum auch noch das dev-Paket? Aus für mich nicht erklärbaren Gründen sind nur mit den enthaltenen Header-Dateien alle SSL-Abhängigkeiten gelöst:
I experienced similar symptoms, I seemed to have the libs installed, but then I went and made sure the headers were also installed on my system (Debian-Ubuntu-Dapper-Beta2: “apt-get install libssl-dev”), and then my ‘./configure –with-ssl’ completed without any further errors.
Matt England
Befehl zur Konfiguration
sh ./configure --enable-threadsafe-ssl=posix --enable-ssl=yes --with-ssl=yes
Warum die verschiedenen Optionen? Mangels Fachwissen habe ich alle Optionen die ssl enthalten mit mit hinein genommen (nach dem Motto “hilft’s nix, so schad’s nix”). Abhängig von eurer Hardware dauert es einige Augenblicke bis der Befehl ausgeführt ist. Jetzt folgt noch ein beherztes make und danach checkinstall und FERTIG! puhh
Jetzt fehlt mir nur noch ein WevDAV-Server mit ssl-Zugang
Quellen und Links
- Webdrive – WebDAV Client für Windows ($ 59,95)
- FAQ – WebDAV Starter FAQ
- “Speicher im WWW” – Heise-Artikel
- Cadaver Homepage
- Debian Paket Infos
- RPM-Pakete by rpmfind
- Ubuntu Paket Infos
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